26.07.2010
Das Zusammenwirken von Architektur und Kunst
Mit 55.000 Euro ist der Preis dotiert, der 1997 auf ausdrücklichem Wunsch Friedrich Kieslers zweiter Frau Lillian ins Leben gerufen wurde. Seitdem Architekt Frank O. Gehry 1998 den ersten Kiesler-Preis entgegennehmen durfte, wurde die Auszeichnung insgesamt sieben Mal vergeben – nun eben an Heimo Zobernig. Der Preis wird laut Auslobung für hervorragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Kieslers und seiner „Correlated Arts“-Theorie entsprechen, vergeben.
Die international besetzte Jury rund um Tony Fretton würdigte heuer neben dem „beispiellosen Oeuvre und Werdegang Zobernigs“ vor allem dessen künstlerische Agilität, etablierte Sichtweisen subtil zu untergraben und Unvorhergesehenes aufzudecken. In den modellhaften Rauminterventionen des Künstlers werde das Zusammenwirken künstlerischer Wirkungsfelder sowohl kritisch beleuchtet als auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt, heißt es vonseiten der Kiesler Stiftung, die anlässlich der Ehrung einige Arbeiten Zobernigs präsentieren wird. Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Claudia Schmid, wird am 18. Oktober im Audienzsaal des Bundesministeriums in Wien die Preisverleihung vornehmen.
Die Ausstellung startet im Anschluss an die Verleihung und wird bis 11. November zu sehen sein. Heimo Zobernig wurde 1958 in Mauthen geboren und lebt in Wien. Seit 2000 ist er Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien.




Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben






